Mit der Verwaltung der mobilen Endgeräte werden Geräte eingerichtet, die für die mobile Bearbeitung von WAVE-Daten eingesetzt werden. Ein mobiles Endgerät kann beispielsweise einem oder mehreren Mitarbeitern zugeordnet und für bestimmte mobile Anwendungen freigeschaltet werden.
Neben den allgemeinen Gerätedaten werden in WAVE die Zuordnungen, Sperrzeiten, installierten Apps sowie die für den Datenaustausch erforderlichen Einstellungen verwaltet. Für den Datenaustausch stehen WLAN, E-Mail und ein Webservice zur Verfügung. Welche dieser Übertragungswege verwendet werden, kann für jedes Gerät separat festgelegt werden.
Beim Speichern eines neuen oder geänderten Geräts werden neben dem Gerät selbst auch dessen Zuordnungen, Sperrzeiten und App-Zuordnungen gespeichert. Anschließend werden die Geräteeinstellungen für die Übertragung an das mobile Endgerät bereitgestellt.
Übersicht der mobilen Endgeräte
Die Übersicht zeigt die in WAVE eingerichteten mobilen Endgeräte. Standardmäßig werden nur aktive Geräte angezeigt. Über den Filter kann diese Einschränkung aufgehoben werden.
In der Liste werden unter anderem folgende Informationen angezeigt:
| Spalte | Bedeutung |
|---|---|
| Bezeichnung | Eindeutige Bezeichnung des mobilen Endgeräts |
| Bezeichnung lang | Ergänzte Gerätebezeichnung einschließlich vorhandener Personen- bzw. Maschinenzuordnungen |
| Beschreibung | Freie Beschreibung des Geräts |
| Sektor | Dem Gerät zugeordneter Sektor |
| Rufnummer | Rufnummer des Geräts |
| Letzte Datenlieferung | Zeitpunkt der letzten Datenlieferung des mobilen Endgeräts |
Aktive Geräte werden in der Übersicht zusätzlich durch ein Symbol gekennzeichnet.
Kennzeichnung der letzten Datenlieferung
WAVE hebt Geräte abhängig vom Zeitpunkt der letzten Datenlieferung optisch hervor.
Liegt die letzte Datenlieferung mindestens sieben Tage zurück, wird der Eintrag besonders auffällig dargestellt. Dadurch können Geräte erkannt werden, bei denen möglicherweise längere Zeit kein Datenaustausch mehr stattgefunden hat.
Die Anzeige der letzten Datenlieferung eignet sich daher auch zur Kontrolle, ob die mobilen Geräte noch regelmäßig mit WAVE kommunizieren.
Mobiles Endgerät anlegen
Zum Anlegen eines neuen mobilen Endgeräts wird zunächst eine eindeutige Bezeichnung vergeben. Die Bezeichnung ist ein Pflichtfeld und darf innerhalb der mobilen Endgeräte nicht mehrfach verwendet werden. WAVE prüft dies beim Speichern.
Daneben können folgende allgemeine Angaben erfasst werden:
- Aktiv – bestimmt, ob das Gerät als aktives mobiles Endgerät geführt wird.
- Sektor – ordnet das Gerät einem Sektor zu.
- E-Mail-Adresse – optionale E-Mail-Adresse des Geräts.
- Rufnummer – optionale Rufnummer.
- Beschreibung – freie Beschreibung des Geräts.
Die weiteren Einstellungen befinden sich auf den Registerkarten Zuordnungen, Sperrzeiten, App-Zuordnungen und Geräteeinstellungen.
Zuordnungen
Auf der Registerkarte Zuordnungen wird festgelegt, welchen Personen oder Maschinen das mobile Endgerät zugeordnet ist.
Eine Zuordnung kann sich auf
- eine Person oder
- eine Maschine
beziehen.
Mehrere Zuordnungen zu einem Gerät sind möglich. Doppelte Zuordnungen derselben Person bzw. Maschine werden beim Speichern bereinigt. Leere Zuordnungen, bei denen weder eine Person noch eine Maschine angegeben wurde, werden nicht übernommen.
WAVE bildet aus diesen Zuordnungen zusätzlich eine erweiterte Gerätebezeichnung. Bei Personen werden hierfür die Initialen, bei Maschinen die jeweilige Bezeichnung verwendet. Dadurch ist bereits in der Geräteübersicht erkennbar, wem beziehungsweise welcher Maschine das Gerät zugeordnet ist.
Bedeutung der Personenzuordnung
Die Personenzuordnung ist nicht lediglich eine beschreibende Information. WAVE kann anhand einer Person das ihr zugeordnete mobile Endgerät ermitteln.
Dabei werden vorhandene Sperrzeiten berücksichtigt: Befindet sich ein Gerät zum betreffenden Stichtag innerhalb einer Sperrzeit, wird es bei dieser Ermittlung ausgeschlossen.
Sperrzeiten
Über die Registerkarte Sperrzeiten können Zeiträume hinterlegt werden, in denen ein mobiles Endgerät nicht zur Verfügung steht.
| Feld | Bedeutung |
|---|---|
| Gültig ab | Erster Tag der Sperrzeit |
| Gültig bis | Letzter Tag der Sperrzeit |
| Grund | Optionaler Hinweis auf den Grund der Sperrung |
Beginn und Ende sind Pflichtangaben. Das Ende darf nicht vor dem Beginn liegen.
Sperrzeiten können beispielsweise verwendet werden, wenn ein Gerät wegen Reparatur, Austausch oder aus einem anderen organisatorischen Grund vorübergehend nicht eingesetzt werden soll.
App-Zuordnungen
Auf der Registerkarte App-Zuordnungen wird festgelegt, welche mobilen Anwendungen auf dem Gerät installiert bzw. für das Gerät vorgesehen sind.
WAVE stellt hierzu die verfügbaren App-Typen als Auswahlfelder zur Verfügung. Für jedes Gerät kann damit separat hinterlegt werden, welche Anwendungen verwendet werden.
Die App-Zuordnung wird auch bei der Auswahl mobiler Endgeräte berücksichtigt. So können beispielsweise nur aktive Geräte ermittelt werden, auf denen eine bestimmte App als installiert gekennzeichnet ist.
Geräteeinstellungen
Die Registerkarte Geräteeinstellungen enthält sowohl allgemeine Einstellungen als auch die Konfiguration des Datenaustauschs.
Automatische Neuinitialisierung
Mit der entsprechenden Einstellung kann die automatische Neuinitialisierung beziehungsweise erneute Bereitstellung von Daten für das Gerät gesteuert werden.
Unabhängig davon steht im Menü des Geräts die Funktion Initialisierung zur Verfügung. Diese veranlasst eine erneute Bereitstellung der Aufträge für das ausgewählte mobile Endgerät.
Kundentermine exportieren
Über Kundentermine exportieren wird gerätebezogen festgelegt, ob entsprechende Kundentermine beim Datenaustausch berücksichtigt werden sollen.
Löschen-Schaltfläche ausblenden
Mit Löschen-Schaltfläche ausblenden kann gesteuert werden, ob die entsprechende Löschfunktion auf dem mobilen Gerät angeboten werden soll.
Datum manuell
Die Einstellung Datum manuell wird an das mobile Gerät übertragen und steuert dort die Möglichkeit einer manuellen Datumseingabe.
Datum vom Gerät verwenden
Mit Datum vom Gerät verwenden kann festgelegt werden, dass für die mobile Verarbeitung das vom Endgerät bereitgestellte Datum verwendet werden soll.
Stichtag manuell
Über Stichtag manuell wird die Möglichkeit einer manuellen Stichtagsangabe für die mobile Anwendung konfiguriert.
Papierkorbkennwort
Für Funktionen im Zusammenhang mit dem Papierkorb kann ein separates Kennwort hinterlegt werden. Das Kennwort wird verschlüsselt gespeichert.
Vorlauftage Auftragsexport
Über Vorlauftage Auftragsexport kann eine Anzahl von Vorlauftagen für den Export von Aufträgen angegeben werden. Die Eingabe ist auf maximal 100 begrenzt.
Datenaustausch
Für den Datenaustausch zwischen WAVE und dem mobilen Endgerät können drei unterschiedliche Übertragungswege eingerichtet werden:
- WLAN
- Webservice
Für jeden Übertragungsweg kann getrennt festgelegt werden, ob Daten herunter- und/oder hochgeladen werden sollen. Damit kann die Kommunikationsart gerätebezogen an die vorhandene technische Infrastruktur angepasst werden.
Datenaustausch über WLAN
Für den WLAN-basierten Datenaustausch stehen folgende Einstellungen zur Verfügung:
| Einstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Datensynchronisation WLAN | Aktiviert diesen Übertragungsweg |
| Daten herunterladen | Erlaubt die Übertragung von WAVE zum mobilen Gerät |
| Daten hochladen | Erlaubt die Übertragung vom mobilen Gerät zu WAVE |
| Domäne | Domäne für den Zugriff |
| Benutzername | Benutzerkennung |
| Benutzerkennwort | Kennwort |
| Austauschordner | Verzeichnis für den Datenaustausch |
| WLAN-Kennung | Kennung des WLAN |
Für eine verwendbare WLAN-Konfiguration müssen insbesondere Benutzername, Kennwort und Austauschordner hinterlegt sein.
Das Benutzerkennwort wird verschlüsselt gespeichert.
Datenaustausch über E-Mail
Alternativ kann der Datenaustausch über E-Mail eingerichtet werden.
Hierfür stehen insbesondere folgende Parameter zur Verfügung:
- Eingangshost,
- Eingangsport,
- Eingangsprotokoll,
- Ausgangshost,
- Ausgangsport,
- E-Mail-Kennung,
- E-Mail-Kennwort und
- WAVE-E-Mail-Adresse.
Zusätzlich kann getrennt eingestellt werden, ob Daten über diesen Weg heruntergeladen und/oder hochgeladen werden dürfen.
OAuth2
Für die E-Mail-Kommunikation unterstützt die Gerätekonfiguration außerdem OAuth2.
Wird OAuth2 verwendet, können zusätzlich
- Verzeichnis-ID,
- Anwendungs-ID und
- Client Secret
hinterlegt werden.
E-Mail-Kennwort und Client Secret werden verschlüsselt gespeichert.
Datenaustausch über Webservice
Als dritter Übertragungsweg steht ein Webservice zur Verfügung.
Für diesen werden
- die API Base URL und
- ein API Bearer Token
hinterlegt. Auch hier kann separat festgelegt werden, ob das mobile Gerät Daten herunterladen und/oder hochladen darf.
Für neue Geräte erzeugt WAVE automatisch einen Bearer Token, sofern noch keiner vorhanden ist. Wird die Gerätebezeichnung später geändert, wird ebenfalls ein neuer Token erzeugt.
Gerät mit QR-Code einrichten
Für die Einrichtung eines mobilen Endgeräts steht im Menü die Funktion QR-Code zur Verfügung.
Der QR-Code dient dazu, die in WAVE hinterlegte Gerätekonfiguration für die mobile Anwendung bereitzustellen. Vor der Erzeugung des QR-Codes wird der aktuelle Gerätestammsatz gespeichert.
WAVE prüft dabei zunächst, ob mindestens ein ausreichend konfigurierter Übertragungsweg vorhanden ist. Akzeptiert wird eine gültige Konfiguration für E-Mail, WLAN oder Webservice. Fehlen die notwendigen Einstellungen, wird kein QR-Code erzeugt. Auch eine Gerätebezeichnung muss vorhanden sein.
Der QR-Code enthält die für die Einrichtung erforderliche Konfiguration. Dazu gehören – abhängig von den gewählten Übertragungswegen – unter anderem Gerätekennung, Zugangsdaten, Austauschordner, E-Mail-Einstellungen, OAuth2-Daten, Webservice-Einstellungen sowie die gerätebezogenen Optionen.
Hinweis: Der QR-Code enthält auch sicherheitsrelevante Konfigurationsdaten. Er sollte deshalb wie Zugangsdaten behandelt und nur für die Einrichtung des vorgesehenen Geräts verwendet werden.
Initialisierung eines mobilen Endgeräts
Über den Menüpunkt Initialisierung kann eine erneute Initialisierung des ausgewählten Geräts veranlasst werden.
WAVE fordert vor der Ausführung zunächst eine Bestätigung an. Anschließend wird die erneute Bereitstellung der Aufträge für genau dieses mobile Endgerät angestoßen.
Die Funktion ist insbesondere dann relevant, wenn die für ein Gerät vorgesehenen Auftragsdaten erneut bereitgestellt werden sollen.
Das bloße Speichern einer Gerätekonfiguration ist hiervon zu unterscheiden: Beim Anlegen oder Ändern eines Geräts werden automatisch die aktuellen Geräteeinstellungen für die Übertragung bereitgestellt.
Protokollierung des Datenaustauschs
WAVE führt ein Journal über Datensätze, die mobilen Endgeräten zugeordnet bzw. für diese exportiert wurden.
Journalinformationen können unter anderem für folgende Vorgänge geführt werden:
- Aufträge,
- Zählerbewegungen,
- Zählerablesungen und
- Indirekteinleiterkontrollen.
Dadurch kann WAVE beispielsweise nachvollziehen, an welche mobilen Endgeräte ein Auftrag bereits übergeben wurde.
Bei Zählerbewegungen und Zählerablesungen wird der Journaleintrag abhängig vom weiteren Bearbeitungsstand entsprechend fortgeschrieben.
Geräte deaktivieren oder löschen
Ein mobiles Endgerät kann über das Kennzeichen Aktiv deaktiviert werden. Dies ist insbesondere sinnvoll, wenn das Gerät nicht mehr regulär eingesetzt werden soll, seine Konfiguration aber zunächst erhalten bleiben soll.
Da die Standardansicht der Geräteverwaltung auf aktive Geräte eingeschränkt ist, verschwindet ein deaktiviertes Gerät anschließend aus dieser Ansicht. Über den Filter können auch nicht aktive Geräte wieder angezeigt werden.
Daneben können mobile Endgeräte gelöscht werden. Beim Löschen werden zugehörige Sperrzeiten und App-Zuordnungen entfernt. Kann das Gerät aufgrund bestehender Abhängigkeiten nicht gelöscht werden, wird der Löschvorgang abgewiesen.
Typischer Ablauf bei der Einrichtung
- Mobiles Endgerät anlegen und eine eindeutige Bezeichnung vergeben.
- Das Gerät als aktiv kennzeichnen und bei Bedarf Sektor, E-Mail-Adresse, Rufnummer und Beschreibung ergänzen.
- Unter Zuordnungen die Mitarbeiter bzw. Maschinen hinterlegen, die das Gerät verwenden.
- Unter App-Zuordnungen festlegen, welche mobilen Anwendungen auf dem Gerät eingesetzt werden.
- Unter Geräteeinstellungen die gewünschten Funktionen konfigurieren.
- Mindestens einen Übertragungsweg – WLAN, E-Mail oder Webservice – vollständig einrichten.
- Das Gerät speichern.
- Über QR-Code die Gerätekonfiguration erzeugen und mit der mobilen Anwendung übernehmen.
- Anschließend anhand der letzten Datenlieferung kontrollieren, ob der Datenaustausch stattfindet.
Bei einer später notwendigen vollständigen erneuten Bereitstellung der Auftragsdaten kann die Funktion Initialisierung verwendet werden.
Hinweise zur Administration
Kennwörter und Secrets für WLAN, E-Mail, OAuth2 und den Papierkorb werden von WAVE verschlüsselt gespeichert.
Die Berechtigungen für die Geräteverwaltung werden getrennt nach Lesen, Anlegen, Bearbeiten und Löschen geprüft.
Außerdem sollte die Spalte Letzte Datenlieferung regelmäßig kontrolliert werden. Eine auffällige Kennzeichnung eines Geräts weist darauf hin, dass seit mindestens sieben Tagen keine aktuelle Datenlieferung mehr registriert wurde.


