WAVE im Überblick
WAVE verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz für die Wasserwirtschaft. Die Verbrauchsabrechnung bildet dabei einen wesentlichen und zentralen Baustein, ist aber bewusst in ein umfassenderes Gesamtsystem eingebettet.
Auch Geschäftsprozesse der Hausanschlussverwaltung und Auftragsdisposition sowie die Verwaltung technischer Anlagen werden in WAVE unterstützt. Dadurch können fachlich zusammengehörende Vorgänge in einem gemeinsamen System bearbeitet werden.
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Auftragsdisposition
Interne und externe Aufträge planen, steuern und auf Basis erfasster Leistungen und Materialverbräuche abrechnen. |
Verbrauchsabrechnung
Verbräuche und Leistungen erfassen, Tarife zuordnen und kundenbezogen abrechnen. |
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Hausanschlussverwaltung
Hausanschlüsse vom Bestand über die Herstellung bis zu einer möglichen Stilllegung verwalten und die zugehörigen Leistungen nach unterschiedlichen Modellen fakturieren. |
Kleinkläranlagenkataster
Kleinkläranlagen und abflusslose Sammelgruben verwalten sowie Kontrollen, Wartungen, Probenahmen, Genehmigungen und weitere anlagenbezogene Vorgänge dokumentieren. |
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Indirekteinleiterkataster
Indirekteinleiter mit ihren Einleitstellen, betrieblichen Angaben und relevanten Überwachungs- und Verwaltungsinformationen zentral erfassen und verwalten. |
Technische Anlagen
Technische Anlagen und die damit verbundenen betrieblichen Informationen in die übergreifenden WAVE-Prozesse einbinden. |
Das Konzept
WAVE unterstützt nicht nur einzelne Aufgaben, sondern bildet zusammenhängende Geschäftsprozesse ab. So können kaufmännische, technische und organisatorische Informationen an einer gemeinsamen Stelle zusammengeführt und über verschiedene Anwendungsbereiche hinweg genutzt werden.
Die einzelnen Module greifen dabei fachlich ineinander. Ein Hausanschluss kann beispielsweise Anlass für einen Auftrag sein; ausgeführte Leistungen und eingesetzte Materialien können wiederum Grundlage einer Abrechnung sein. Gleichzeitig bleiben die zugehörigen Stamm- und Bewegungsdaten in WAVE nachvollziehbar.
Der Nutzen von WAVE liegt insbesondere darin, dass Informationen nicht isoliert in einzelnen Fachanwendungen geführt werden müssen. Die verschiedenen Anwendungsbereiche bilden gemeinsam die betrieblichen Abläufe eines Wasserversorgungs- bzw. Abwasserunternehmens ab.
Auftragsdisposition
Die Auftragsdisposition unterstützt die Steuerung interner und externer Aufträge. Solche Aufträge können beispielsweise im Zusammenhang mit der Herstellung eines Hausanschlusses oder der Sanierung einer technischen Anlage entstehen.
Während der Bearbeitung können die erbrachten Leistungen und eingesetzten Materialien erfasst werden. Diese Daten bilden anschließend die Grundlage für die Abrechnung. Aufträge können sowohl einzelfallbezogen als auch zeitraumbezogen abgerechnet werden.
Verbrauchsabrechnung
Die Verbrauchsabrechnung dient der Erfassung und kundenbezogenen Abrechnung abrechnungsrelevanter Verbräuche und Leistungen.
Für unterschiedliche Abrechnungssituationen können verschiedene Tarife verwaltet und zugeordnet werden. WAVE unterstützt dabei unter anderem verbrauchsbezogene und personenbezogene Tarifmodelle sowie Staffel- und Zonenpreise.
Hausanschlussverwaltung
Die Hausanschlussverwaltung geht über eine reine Bestandsführung hinaus. Sie unterstützt die Geschäftsprozesse von der Herstellung eines Hausanschlusses bis zu einer möglichen späteren Stilllegung.
Auch die Fakturierung der damit verbundenen Leistungen kann in WAVE erfolgen. Dabei sind unterschiedliche Abrechnungsmodelle möglich, beispielsweise auf Grundlage der Straßenfrontlänge, der Anschlusslänge, der Grundstücksgröße oder des tatsächlich entstandenen Aufwands. Auch Kombinationen verschiedener Modelle können abgebildet werden.
Kleinkläranlagenkataster
Mit dem Kleinkläranlagenkataster unterstützt WAVE die Verwaltung dezentraler Abwasseranlagen. Neben Kleinkläranlagen können auch abflusslose Sammelgruben und weitere Anlagentypen mit ihren fachlichen und verwaltungsbezogenen Informationen geführt werden.
Zu einer Anlage lassen sich die für den laufenden Betrieb und die Überwachung benötigten Informationen zusammenführen. Dazu gehören insbesondere Kontrollen, Wartungen und Probenahmen sowie Genehmigungen und weitere anlagenbezogene Vorgänge. Auf diese Weise entsteht eine zentrale Historie der jeweiligen Anlage.
Das Kleinkläranlagenkataster ist dabei nicht als isolierte Bestandsverwaltung zu verstehen. Die dort verwalteten Informationen können mit weiteren WAVE-Prozessen verbunden werden, beispielsweise mit Aufträgen, Dokumenten und abrechnungsrelevanten Vorgängen.
Indirekteinleiterkataster
Das Indirekteinleiterkataster dient der zentralen Verwaltung von Betrieben und Einleitstellen, die Abwasser nicht unmittelbar in ein Gewässer, sondern in die öffentliche Abwasseranlage einleiten.
WAVE führt die für die Bearbeitung benötigten Informationen zum Indirekteinleiter zusammen. Damit können betriebliche Stammdaten, Einleitstellen sowie weitere für Verwaltung und Überwachung relevante Angaben in einem gemeinsamen fachlichen Zusammenhang geführt werden.
Auch dieser Bereich ist in das übergreifende WAVE-Konzept eingebunden. Informationen zu Indirekteinleitern können damit gemeinsam mit den übrigen kunden-, anlagen- und auftragsbezogenen Daten des Systems genutzt und nachvollzogen werden.
Technische Anlagen
Neben den kaufmännischen und kundenbezogenen Prozessen berücksichtigt WAVE auch die Verwaltung technischer Anlagen. Damit können technische Informationen in denselben Gesamtkontext eingebunden werden, in dem auch Aufträge und weitere betriebliche Vorgänge bearbeitet werden.
Wie WAVE entstanden ist
WAVE entstand aus einer gemeinsamen Initiative des Kreisverbands für Wasserwirtschaft Nienburg und der i.syde Informationstechnik GmbH.
| 2012 | Der Kreisverband wandte sich mit der Bitte an i.syde, die Wartung des damals eingesetzten, individuell entwickelten ERP-Systems zu übernehmen. |
| Danach | Da das bestehende System technologisch in die Jahre gekommen war und nur einen Teil der Geschäftsprozesse unterstützte, fiel gemeinsam die Entscheidung für eine vollständige Neuentwicklung. Dies war die Geburtsstunde von WAVE. |
| 2015 | Nach rund drei Jahren intensiver gemeinsamer Entwicklung wurde die erste Version von WAVE am 1. Juli 2015 beim Kreisverband für Wasserwirtschaft Nienburg in den Wirkbetrieb übernommen. |
Seitdem wird WAVE kontinuierlich weiterentwickelt und optimiert.
Wenn Sie neu mit WAVE arbeiten, empfiehlt es sich, zunächst die grundlegenden Kapitel unter Bevor Sie beginnen zu lesen. Dort werden die allgemeinen Bedienprinzipien wie Standardfunktionen, Listendarstellung, Filtern und Suchen sowie der Umgang mit Aufgaben, Bemerkungen, Dokumenten und Wiedervorlagen erläutert.


